Tibetan Kung Fu oder auch "Antic boxing Khebian Tibetan Dragon Style" ist die Synthese von 600 Jahren Kung Fu Training weitergegeben von Generation zu Generation in Master Joe Kherliangs Familie. Dieser alte Stil kombiniert Einflüsse von Tibetischer, Chinesischer und Mongolischer Kampfkunst. Der Stil vermittelt ein Konzept zur Selbstverteidigung und zur Kultivierung des Körpers und Geistes.
Physische und mentale Gesundheit sind die wesentlichen Aspekte, die gefördert werden, aber auch bessere Koordinationsfähigkeit und Konzentration sowie die Vertiefung der emotionalen Ausgewogenheit und eben der Selbstverteidigungsaspekt.
Von Beginn weg, lernen die Schüler und Schülerinnen, ihre Reflexe und Sinne mittels Partnerübungen zu entwickeln. Dies führt dazu, dass die erlernten Techniken effektiv auch eingesetzt werden können.
Form, Anwendung und Meditation (freies fliessen der erlernten Techniken) stehen in einem lebendigem Verhältnis zueinander.
Die Schülerinnen und Schüler lernen, Bewegungen mit dem ganzen Körper zu machen (Basisübungen und Formen) die verschiedenen Körperteile wahrzunehmen und sie koordinativ zu einem Ganzen zusammen zu bringen.
Später kommt hinzu, die koordinierten Bewegungen mittels Konzentration mit richtiger Atmungstechnik und Vorstellungskraft zusammenzuführen. Dabei stellt sich eine bessere Harmonie im Körper und Geist ein, so dass Qi, die vitale Energie, besser fliessen kann., welches wesentlich zu einer besseren physischen Gesundheit und emotionalen Ausgewogenheit beiträgt.
Beim Üben mit den traditionellen Waffen wie Stock und Doppelschwerter steht nicht einfach nur der technische Aspekt im Vordergrund. Vielmehr hat jede Waffe eine ihr inhärente Idee, der philosophische Aspekt. So ist es beim Ueben mit den Doppelschwertern wichtig, auf Grazie und Haltung zu achten. Beim Stock stehen Koordination und Kontrolle im Vordergrund.
Auch mit den Waffen wird von Beginn weg zu Zweit geübt, dass heisst, die Reflexschulung wird gefördert, so dass schliesslich frei mit den Waffen gekämpft werden kann.
In den Tierstilen – Drachenboxen, Tigerboxen, Schlangenboxen und Kranichboxen – kommen die verschiedenen Prinzipien des Stiles zum Tragen wie, sanft und schnell, schnell und hart, hart und weich, kombiniert mit den Bewegungen links/rechts ausweichend, vordringend, zurückweichend und stehen bleibend.
In den "Footwork Pattern", die auf Holzpflöcken in alle 4 Himmelsrichtungen praktiziert werden - und somit der Kampf gegen mehrere Gegner geübt wird - ist die tiefere philosophische Bedeutung des Tibetan Kung Fu verborgen, die ihre Grundlage im Taoismus und Buddhismus hat.
Weil im Tibetan Kung Fu sowohl dem gesundheitlichen Aspekt Bedeutung zugemessen wird, wie auch dem Aspekt der Selbstverteidigung, öffnet dieser Stil für alle eine Tür, die eine Kampfkunst erlernen möchten. Für Frauen und Männer, für Kinder ab 6 Jahren.
